Hierbei geht es um die verbale und nonverbale Kommunikation zwischen Hund und Mensch. Hunde reagieren unterschiedlich auf die Körpersprache und Stimme von ihren Menschen. In der Regel nutzen wir automatisch eine gesunde Mischung von beiden. Aber wie ist es, wenn Ihr nur Eure Stimme einsetzt, oder nur Eure Körpersprache. Bekommt Ihr trotzdem Euren Hund geführt?

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Probiert einmal Folgendes aus: Wenn Ihr einen großen Garten habt, dann geht dort mit eurem Hund hin, oder Ihr sucht Euch eine andere Fläche, auf der ihr Euren Hund problemlos laufen lassen könnt, ggf. sichert Ihr Euren Hund mit einem Geschirr und einer Schleppleine. Hilfreich ist, wenn ein paar Objekte vorhanden sind, an denen Ihr euch orientieren könnt, wie zum Beispiel Bäume, Büsche, ein Blumenbeet oder Ähnliches. Aber Ihr könnt auch Gegenstände wie Handtaschen und Jacken auf der Wiese verteilen. Das kann ganz wahllos sein, oder ihr baut Euch zwischendrin einen kleinen Slalom mit ein.

Steckt Eure Hände in die Hosentaschen, oder faltet sie vor Eurem Bauch zusammen. Ihr geht nun von Gegenstand zu Gegenstand zusammen mit Eurem Hund. Umrundet die Gegenstände dabei auch mehrfach hintereinander oder geht nur einen Bogen drum herum, lauft einen Slalom oder dreht Euch um und geht wieder einen Teil der Strecke zurück. Dabei nutzt Ihr nur Eure Stimme, um den Hund hinter Euch herzulocken. Eure Stimme kann dabei gerne variieren, schnell und hoch gesprochene Worte können den Hund in seiner Geschwindigkeit antreiben, langsam und leicht tief gesprochene Worte bremsen ihn vielleicht in seinem Tempo ab. Wichtig ist, dass Ihr Euren Oberkörper grade haltet und nicht nach vorne gebeugt geht, und versucht ein gleichmäßiges Tempo zu laufen.

Als Nächstes geht Ihr wieder wahllos eine Strecke ab, dabei dürft Ihr diesmal kein einziges Wort reden, auch schnalzen oder sonstige Geräusche sind nicht erwünscht. Um Euren Hund bei Euch zu behalten, nutzt Ihr ausschließlich Euren Körper. Geht Ihr voran, könnt Ihr Euch leicht nach vorne beugen, bleibt Ihr stehen, dann versucht auch das mit Eurem Körper anzuzeigen, indem Ihr Euch ganz gerade aufrichtet. Mit den Händen könnt Ihr Eurem Hund Richtungswechsel ankündigen. Versucht mit unterschiedlichem Tempo zu arbeiten. Ist Euer Hund mit seiner Aufmerksamkeit eher am Boden und schnüffelt, dann erhöht das Tempo um seine Aufmerksamkeit auf Euch umzulenken.

Um das Ganze abzuschließen, führt Ihr Euren Hund so, wie Ihr es für richtig haltet, also mit einer Mischung aus Körpersprache und Stimme.

Hunde reagieren völlig unterschiedlich, mein Grisu zum Beispiel ist mir wunderbar gefolgt, als ich Ihn mit der Stimme gelockt hatte. Bei dem Versuch mit der Körpersprache lief er erst kurz hinter mir her, dann blieb er schnüffelnd stehen, und ging seinen eigenen Weg. Kessie hingegen lief besser mit mir mit, als ich sie mit meiner Körpersprache geführt hatte. Welche Erfahrungen habt ihr mit eurem Hund gesammelt?

Bedenken solltet Ihr nicht zu lange am Stück zu laufen. 30 Sekunden pro Sequenz sind vollkommend ausreichend, weil auch Euer Hund sich bei der Aufgabe konzentrieren muss. Bei Welpen, Junghunden und Hunden, die sich nur schwer konzentrieren können, könnt Ihr die Einheiten noch kürzer halten. Benutzt bewusst erst einmal keine Leckerchen oder andere Lockmittel, weil diese Euren Hund vielleicht zu sehr beeinflussen. Im Alltag und im Training könnt Ihr Euch diese Lernerfahrung auch zunutze machen. Dann kann natürlich der Einsatz von Leckerchen oder Spielzeug sinnvoll sein, um dem Hund zu bestätigen, wenn er Euch aufmerksam folgt.

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Posted by:Kleine Hundeschnauzen

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