Gerade an einem Wochenende bietet sich ein kleiner Ausflug an. Dabei muss es nicht unbedingt zu einem weit entfernten Ort gehen. Statt eine der gewohnten Gassistrecken zu laufen, geht doch mal an einen Ort, an dem Euer Hund noch nie zuvor gewesen ist. Vielleicht gibt es ungewöhnliche Orte, die ihr ansonsten nie mit Eurem Hund aufsuchen würdet. Da ich fast täglich im Wald mit meinen Hunden unterwegs bin, gehe ich gerne mal in eine Parkanlage. Dort dürfen die Hunde zwar nicht ohne die Leine laufen, aber es geht ja vor allem um das gemeinsame Erkunden der unbekannten Umgebung.

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Führt die Hunde an die Merkmale des Ortes heran. Das kann ein Bach sein, eine Brücke, eine Ruine, ein Park mit seinen vielen Facetten oder auch ein unbekanntes Waldstück, mit der Vielfalt an Gerüchen. Wenn Euer Hund Unsicherheit vor etwas zeigt, dann zwingt ihn nicht sich damit auseinanderzusetzen, sondern lockt ihn an die Dinge heran. Geht freudig darauf zu, fasst die Dinge selber an und motiviert Euren Hund das Objekt, das die Unsicherheit hervorruft sich genauer anzuschauen. Ermuntert mit Eurer Stimme oder Futter, jeden Schritt in die richtige Richtung. Sollte Euer Hund allerdings stehen bleiben, dann übt bitte keinen Druck auf die Leine aus, damit sich der Hund dem Objekt zwanghaft nähern muss.

Ist Euer Hund so sehr mit der neuen Umgebung beschäftigt, dass er Eure Anwesenheit vergisst, dann solltet Ihr den Hund an der Führleine lassen bzw. ihn an eine Schleppleine mit Geschirr nehmen. Zwischendurch beim Laufen müsst ihr Euren Hund auf jeden Fall entspannt schnuppern lassen. Nicht nur die Merkmale des Ortes sind interessant, sondern auch die vielen Gerüche, die wir gar nicht wahrnehmen können. Auch soll der Spaziergang nicht im Stress enden, indem ihr Euren Hund von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit schleppt. Weniger ist immer mehr. Die vielen Gerüche, und vielleicht zwei Dinge, an die ihr Euren Hund heranführt, reichen schon völlig aus, um Euren Hund mental auszulasten.

Euer Hund wird nun je nach Umgebung mit vielen neuen Reizen überflutet. Gerade bei Welpen oder Junghunden kann es zu einer Reizüberflutung kommen. Damit es für sie nicht zu anstrengend wird, könnt Ihr die Kleinen in einer Tasche zwischendurch tragen. Selbst in der Tasche können sie an unbekannten Orten, viel mit Euch zusammen erleben und aufnehmen. Weil das gemeinsame, positive Erleben im Vordergrund stehen soll, wählt einen passenden Ort für Euren Hund aus. Ein Hund, der vor vielen Menschen Angst hat, ist am Nachmittag in einem Park fehl am Platz. Entweder geht man in den frühen Morgenstunden dort hin, wenn nur wenige Menschen im Park unterwegs sind, oder man wählt direkt einen anderen Ort aus. Aber egal wo ihr mit Euren Hunden hingeht, es ist wichtig, dass ihr ihnen anschließend eine lange Ruhepause gönnt, um ihnen die Möglichkeit zu bieten, die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Also bitte an dem Tag keine großen Aktionen mehr für die Hunde planen, sondern geht nur kleine Runden mit ihnen nach draußen, damit sie sich noch einmal lösen können.

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Posted by:Kleine Hundeschnauzen

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