Im heutigen Teil geht es darum, warum der Blick von unserem Hund so wichtig ist, was man alles im Bild abschneiden darf am Hund, und was lieber nicht.

Wie schon bei meinem vorherigen Artikel „Tipps für schöne Hundebilder“ gebe ich Euch zum einen meine Erfahrungen weiter, die ich in der Fotografie gesammelt habe, aber auch altbekannte Regeln, die Euch den Einstieg in die Fotografie erleichtern können, um ein Gefühl für die Bilder zu entwickeln. Da die Fotografie eine Kunst ist, gibt es nichts, was unmöglich ist mit Euren Bildern. Dabei ist es egal, ob Ihr mit dem Handy, der Digitalkamera oder einer Spiegelreflexkamera Eure Hunde ablichtet.

Warum der Blick so wichtig ist?

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Fotografiere ich einen einzelnen Hund, sitzt dieser selten in der Mitte des Bildes. Eine alte Regel sagt aus, dass immer mehr Platz in Blickrichtung des Hundes sein soll. Das heißt, schaut mein Hund nach links, sitzt er im Bild mehr auf der rechten Seite, damit der Blick nach links frei ist. Würde mein Hund nach rechts schauen, lasse ich rechts mehr Platz, schaut er noch oben dann bleibt oben etwas mehr Platz. Schaut Euer Hund direkt geradeaus in die Kamera, dann kann eine mittige Position vom Hund im Bild sehr schön wirken.

Die Fotografie soll zum Nachdenken und Träumen anregen. Wenn ich auf ein Bild schaue und mich frage, was der Hund dort sieht, dann ist es ein gutes Bild. Schaut der Hund hingegen direkt gegen den Bildrand, ist die ganze Stimmung irgendwie kaputt.

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Auf diesem Foto seht Ihr, dass der Körper von Kessie deutlich nach rechts gewandt ist, aber ihre Schnauze und die Augen, zeigen beide leicht nach links. Demzufolge ist links neben Kessie mehr freier Platz als rechts, damit ihr Blick in die Ferne geht, und nicht gegen den Bildrand.

Mit den folgenden fünf Bildern verdeutliche ich Euch meine Erklärung. Hier könnt Ihr unter anderem sehen, wie unharmonisch eine Aufnahme wirkt, wenn der Platz in die Blickrichtung nicht stimmt.

Was es mit dem Abschneiden vom Hund auf sich hat?

Nicht immer möchte man den kompletten Hund fotografieren, sondern für ein schönes Portrait, nur den Kopf im Bildausschnitt haben. Hierbei müsst Ihr beachten, wo fängt der Hund im Bild an, und wo hört er auf. Die Stirn vom Hund zum Beispiel schneide ich oft ein kleines Stück ab, um noch mehr den Fokus des Bildes auf das Gesicht vom Hund zu lenken. Was in den seltensten Fällen gut aussieht ist, wenn vom Hund ein Stück Schnauze fehlt. Stirn abschneiden, ja, Schnauze abschneiden, sieht oft nicht so schön aus.

Bei den Beinen des Hundes gefällt es mir meistens nicht, wenn ein kleines Stück fehlt, das sieht dann wie abgeschnitten aus. Nehmt entweder den kompletten Hund mit auf das Bild, oder wählt die Schnittstelle so, dass die Beine gar nicht mit auf dem Bild sind. Für ein besseres Verständnis habe ich hier fünf Beispielbilder.

Ich schreibe hier die ganze Zeit über das Abschneiden. Klar kann man ein Bild immer im Nachhinein noch ein wenig zurechtschneiden, ob am Handy mit einer APP oder am PC. Allerdings versuche ich immer die Bilder so aufzunehmen, dass der Bildausschnitt direkt passend ist, egal ob es jetzt darum geht, Beine oder Stirn aus einem Foto heraus zu lassen. Auch bei dem Platz für die Blickrichtung, versuche ich möglichst das Bild vor dem Abdrücken des Auslösers perfekt vor Augen zu haben.

Natürlich ist das nicht immer leicht, weil unsere Hunde Lebewesen sind und keine Statuen. Aber gerade den Blick könnt Ihr leicht mit einer Helferperson, Spielzeug oder einem Leckerchen lenken. Ich schwenken meine Kamera oft mit dem Blick meiner Hunde nach links oder rechts, um mehr Platz in Blickrichtung mit aufzunehmen.

Ich hoffe sehr, dass die Tipps Euch wieder ein Stück weiter bringen in der Fotografie, und wünsche Euch viel Spaß beim ausprobieren.

Beim nächsten Mal erkläre ich Euch etwas zum Licht, und wie Ihr die Sonne für Euch in der Fotografie nutzen könnt. Im besonderen werde ich dazu auf schwarze Hunde eingehen, weil gerade bei diesen Hunden es schwerer sein kann, das Gesicht schön abzulichten.

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Posted by:Kleine Hundeschnauzen

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