Immer wieder etwas Neues, eine neue Location und neue Posen, die Bilder sollen einfach etwas hergeben. Aber woher nimmt man all diese Ideen? Ich selbst war früher nur sehr wenig kreativ, und erst mit der Fotografie habe ich mich in diesem Bereich weiter entwickelt, und das auch nicht von heute auf morgen, sondern über die Jahre hinweg. Wie ich die Ideen für meine Fotografien finde und meine Kreativität weiter entwickle, das werde ich Euch etwas näher bringen.

Schreibt Eure Ideen auf

Ich habe mir direkt am Anfang ein kleines Notizbuch zugelegt, indem ich alle meine Ideen und Gedankengänge festhalten habe. Mittlerweile nutze ich dafür eine einfache Notiz-App auf meinem Handy. In dem Buch bzw. auf dem Handy halte ich Orte fest, die ich unterwegs sehe und denke, dort könnte ich meine Hunde ablichten, aber auch Bildideen, die mir zwischendurch im Kopf umherschwirren, schreibe ich dort nieder, oder mache mir eine kurze Skizze dazu. So schnell eine Idee im Kopf ist, so schnell ist sie auch wieder verschwunden. Deshalb haltet Eure Ideen mit einer kleinen Notiz fest.

Kleine Projekte regen zum Ausprobieren an

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Immer wieder nehme ich mir ein festes Thema vor, zudem ich über mehrere Wochen immer wieder meine Hunde fotografiere. Eins meiner liebsten Themen war zum Beispiel „Farn“. Ich bin immer wieder mit meiner Kamera und den Hunden losgezogen, um sie auf irgendeiner Art im und mit dem Farn abzulichten. Dabei habe ich Bildideen umgesetzt, die ich schon vorher im Kopf hatte, aber einige Fotos entstehen dabei immer ganz spontan, je nachdem was die Location eben zu bieten hat. Gerade diese Themenfotografie finde ich, regt die Kreativität sehr gut an, weil man einfach viel Neues ausprobiert, und sich auch mal mit eher unscheinbaren Dingen beschäftigt.

Ideen kopieren und weiter entwickeln

Darf man die Ideen anderer Fotografen kopieren? Ich finde, in einer gewissen Art darf man das durchaus. Ich schaue mir oft Bilder von einigen guten Fotografen an, und wenn mir eine Idee sehr gut gefällt, versuche ich es in einer ähnlichen Art umzusetzen. So sammle ich neue Erfahrungen, fange an zu variieren, und entwickle einige dieser Ideen für mich und meinen Stil weiter.

Durch diesen „Ideenklau“ führe ich niemanden einen Schaden zu, weil ich es nur für mich selbst nutze, und somit keinem Fotografen den Kunden klaue, also einen finanziellen Schaden zufüge. Wichtig ist mir nur, wenn ich eine Idee eins zu eins kopiere und veröffentliche, dass ich dazu schreibe, von welchem Fotografen diese spezielle Inspiration stammt.

Die beiden oberen Bilder habe ich zum Beispiel bei Liszbeth Fotografie gesehen, und mit meinen Hunden versucht genauso umzusetzen. Die Idee ist, den Hund vor einem hellen Hintergrund zu fotografieren, während er ein Leckerchen frisst, wobei die tollsten Grimassen entstehen. An das Original von Liszbeth Fotografie komme ich gar nicht heran, aber mir ging es auch einfach darum die Umsetzung auszuprobieren, und daraus für mich etwas zu entwickeln. Ich habe meinen Spaß an der Idee gefunden, und fotografiere meine Hunde aber mittlerweile lieber vor einem farbigen Hintergrund, und setzte die Bilder nicht mehr als Collage zusammen.

Weniger ist oft mehr

In meinem Equipment befinden sich diverse Objektive, aber am liebsten beschränke ich mich bei einer Fototour immer auf ein Objektiv, und setzte damit alle meine Bildideen um, auch wenn ein anderes Objektiv eher für eine bestimmte Aufnahme geeignet ist. Dadurch probiere ich mehr aus, als nur den gewöhnlichen Standard, und schon sammle ich wieder meine Erfahrungen. Auch wenn es mal schwer daneben geht, und die meisten Bilder im Papierkorb landen, habe ich trotzdem etwas dazu gelernt, und kann dieses Wissen für die Zunft nutzen.

Kreativität ist kein unerreichbares Ziel, aber es braucht seine Zeit, um zu wachsen. Auch kann es mal zu einer Phase kommen, in der Ihr einfach nur noch ideenlos seid. Ich hatte 2014 diese Phase erlebt, und ein 3/4 Jahr fast gar nicht mehr fotografiert, um mich einfach nur inspirieren zu lassen. Am Ende ist der Griff zur Kamera eine Leidenschaft, und sollte nicht in dem Zwang enden, immer wieder etwas Neues oder Besseres liefern zu müssen.

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Posted by:Kleine Hundeschnauzen

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