Als ich von der Blogparade von miDoggy zum Thema Helikopterfrauchen gelesen hatte, fühlte ich mich direkt angesprochen, da ich mich schon selbst seit längerer Zeit als Helikopterfrauchen bezeichne. Somit kann ich zu diesem Thema natürlich etwas beitragen, und erzähle Euch was mich als Helikopterfrauchen auszeichnet.

IMG_5788.jpgAls Grisu bei mir einzog, empfand ich mich noch als relativ normal, obwohl auch hier schon alles perfekt vorbereitet und geplant war. Nicht nur im Haus war alles bis ins kleinste Detail genau eingerichtet, eine Hundebetreuung und Hundeschule war schon Wochen vorher gefunden und auch der Tierarzt wurde im Vorfeld sehr gewissenhaft ausgesucht. Das klingt vielleicht nicht so sehr ungewöhnlich, aber ich glaube das waren schon die Anfänge meiner Karriere als Helikopterfrauchen, und dann kam Kessie.

Was macht es aus ein Helikopterfrauchen zu sein?

Mit Kessie wurde alles „schlimmer“. Sie zog als kleiner Wurm bei mir ein, und gleichzeitig entfaltete sich mein Helikopterdasein in seiner ganzen Vielfalt. Immer drehen sich meine Gedanken um die Hunde. Ob Futter, Schlafplätze, Bekleidung, Beschäftigung und Ruhephasen, es muss einfach alles perfekt sein. Hundekontakt, ja gerne, aber ich wäge genau ab, wer meinen Hunden zu nahe kommen darf und wer nicht. Risiken gehe ich nicht ein, und kommt es mal vor, dass meine Hunde von einem anderen Hund attackiert werden, dann bin ich immer mitten drin und verteidige Grisu und Kessie bis aufs Blut. Meine größte Sorge gilt der Sicherheit meiner beiden kleinen Wuschelhunden. Ich weiß immer wo sich meine Hunde aufhalten, was sie gerade machen, damit ich ihnen die größtmögliche Sicherheit gewähren kann. Mir wird oft eine übertriebene Fürsorge nachgesagt, aber ehrlich gesagt ist es mir egal, solange ich weiß, dass es Grisu und Kessie gut geht.

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Neben all dieser Fürsorge ist es mir jedoch genauso wichtig, dass die Beiden ein hundegerechtes Leben führen. So gibt es hier keine Dauerbespaßung und sie dürfen nach Herzenslust über Wiesen toben und einfach nur Hund sein. Nur eben passiert dies alles immer mit einem Blick von mir auf ihre Sicherheit, und alles ist immer möglichst gut von mir durchdacht. Ich laufe nicht mit meinem Handy in der Hand durch den Wald, sondern schaue, ob Grisu und Kessie schnuppern und nicht irgendetwas eventuell vom Boden fressen. Kommt eine Kurve, dann rennt keiner der Hunde vor, sondern ich gehe vor, weil es könnte ja ein Artgenosse von vorne kommen, der weniger freundlich gestimmt ist. Es sind so viele Kleinigkeiten im Alltag, die meine große Fürsorge widerspiegeln.

Wie viel Grisu und Kessie mein Dasein als Helikopterfrauchen beeinflusst, das weiß ich nicht. Vielleicht sind sie dadurch eingeschränkter als andere Hunde, aber ich sehe zum Beispiel keinen Sinn dahinter, meine Hunde irgendwelchen Gefahren auszusetzen die sich vermeiden lassen. Manchmal denke ich, dass zum Teil mein Verhalten damit zu begründen ist, dass Grisu und Kessie kleine Hunde sind. Klar lasse ich sie da nicht zu großen Hunden rennen, weil das Kräfteverhältnis bei einer Rangelei nicht ausgeglichen ist. Bei kleinen Hunden zum Beispiel lasse ich viel eher mal einen Kontakt zu. Auch die Erkrankungen von Grisu und Kessie haben mich ein Stück weit geprägt, und vorsichtiger werden lassen.

Man kann es wohl nach diesem Text kaum glauben, aber ich führe ein recht unbeschwertes Leben, und deshalb möchte ich auch überhaupt nichts an mir und meinen Helikoptereigenschaften ändern. Wer meint mir zu sagen, dass ich es mit meinen Hunden übertreibe, der ist schnell bei mir unten durch, weil die Hunde sind eben ein großer Teil von mir.

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Posted by:Kleine Hundeschnauzen

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