Wer uns auf Facebook verfolgt, der kann denken, es läuft hier fast durchweg alles positiv ab, aber auch bei Grisu, Kessie und mir kann schon mal etwas „schief“ laufen. Allerdings kommt es zu einem Problem, dann betrachte ich es immer von mehreren Seiten, und schon kann dieses Problem sehr unbedeutend für uns werden, manchmal sogar eher belustigend.

1. Von Furien und kleinen Terrier-Ziegen

rrKessie kann ja richtig ätzend werden, wenn es um einen näheren Kontakt mit Hunden geht. Gerade bei Junghunden und größeren wilden Hunden hat sie eine große Individualdistanz. Sie fletscht schnell die Zähne, knurrt und schnappt, wenn diese Distanz von den Hunden unterschritten wird. Allerdings hat sie auch jedes Recht dazu. Grundsätzlich ist Kessie ein verträglicher Hund, wenn ihre Grenze nicht überschritten wird. Passen die Hunde vom Charakter her, dann könne diese auch 5-mal so groß wie Kessie sein, und sie bleibt sogar im näheren Kontakt neutral. Bei kleinen erwachsenen Hunden hat sie sogar fast gar keine Probleme mit Nähe. Und etwas finde ich noch sehr positiv daran, ich kann mit Kessie ohne Leine an anderen Hunden vorbei gehen, weil sie nicht meint, zu jedem Hund hinlaufen zu müssen.

2. Grisu der Terrorist an der Leine

tt.jpgEs gibt Hunde, die kann der Grisu einfach nicht ab oder er empfindet vielleicht den Blick schon als blöd, dann fängt er das Bellen an der Leine an. Häufig kann ich solche Situationen vermeiden, indem ich einen kleinen Bogen um die Hundebegegnung herum laufe, aber immer ist es eben nicht möglich, und dann kommt es beim Grisu zur Leinenpöbelei. Jedoch schlimm und zum ärgern empfinde ich das Verhalten nicht. Die Tage, an denen die Hundebegegnungen ruhig verlaufen, überwiegen dafür einfach zu sehr.

3. Kessie die in Gruppen gerne jagen geht

zz.jpgSind wir mit mehreren Hundehaltern und ihren Hunden unterwegs, bin ich mich natürlich viel am Unterhalten und weniger aufmerksam, wenn es um meine Kessie geht. Genau das weiß Kessie, und vor allem wenn noch ein Hund dabei ist, der auch jagdlich interessiert ist, passiert es schon mal, dass Kessie vom Waldweg ab, in den Wald hineinläuft, oder einem Vogel hinterher jagt. Schlimm? Nein. Es sind immer nur wenige Sekunden, und Kessie kommt wieder zurück, wenn ich sie rufe. Wegen diesen maximal 30 Sekunden fange ich nicht an mich zu ärgern. Egal ist es mir nicht, was Kessie dort treibt, vor allem wenn sie Vögel jagt, und deshalb arbeite ich mit ihr daran. Nur stelle ich so ein Ereignis nicht in den Vordergrund, wenn von 2 Stunden schönen Spaziergang, 30 Sekunden daneben waren.

4. Ein Bolonka der gerne klaut

uu.jpgSteht hier etwas in erreichbarer Höhe zu essen herum, dann ist das vor dem Grisu nicht mehr sicher. Sogar auf den Essenstisch ist er mal gesprungen, und den Plastikmüll hat er einmal auf der Suche nach Fressbarem durchwühlt. Bevor ich mich jetzt darüber ärger, erfreue ich mich lieber an dem gesunden Appetit vom Grisu, weil das sah eine Zeitlang auch mal ganz anders bei ihm aus. Ich lasse mein Essen einfach nicht in erreichbarer Höhe für Grisu stehen, oder sage ihm vorher dass es mir gehört. Dann bleibt er wirklich davon, und auch der Plastikmüll ist für ihn jetzt unerreichbar untergebracht.

5. Füttere mich sonst quengele ich!

tgKessie ist ja sehr auf die Fütterung fixiert, und am Abend erinnert sie mich immer mit einem leisen Singsang an ihre Fütterungszeit. Diese Zeit muss ich übrigens einbehalten, weil sie regelmäßig Medikamente bekommt. Um die Fütterungszeit herum kann Kessie echt aufdringlich werden. Ich lag einmal auf dem Sofa und war am Schlafen. Da ist sie im vollen Lauf auf mich draufgesprungen, um mich zu wecken. Ja welch ein unerzogener dominanter Hund! Nicht wirklich. Mich stört das Verhalten überhaupt nicht, im Gegenteil bin ich froh, keinen Hund zu haben, der jede zweite Mahlzeit verschmäht.

 

 

Alles ein bisschen Ansichtssache

Der ein oder andere mag jetzt denken, ich rede mir die Unerzogenheit meiner Hunde nur schön. Aber ich finde nicht, dass es so ist, und vor allem strebe ich nicht nach Perfektion. Wenn ich mir etwas schönrede, bleiben in meinem Inneren immer noch meine wahren Gefühle erhalten, aber ich verspüre in solchen Situationen keine negativen Gedanken oder Gefühle. Klar gehen mir Grisu und Kessie auch schon mal auf die Nerven, aber wenn ich dann in mich hinein horche, war ich vorher schon durch irgendeine andere Sache nicht mit mir im Reinen. An solchen Tagen gehe ich auch mal Dingen aus dem Weg. Ich bleibe dann zum Beispiel einfach zu Hause und die Hunde kommen nur in den Garten, oder ich laufe an Strecken Gassi, wo wir garantiert auf keine anderen Hunde treffen, damit es zu keiner unerwünschten Hundebegegnung kommt. Ich finde, dass das Negative schon mal zu sehr in den Vordergrund gestellt wird, ohne die positiven Seiten daran zu erkennen. Ich mache mir immer viele Gedanken zur Erziehung, und arbeite daran manche Dinge zu verändern, nur alles häufig mit einem positivem Gefühl im Bauch, selbst wenn eben auch mal etwas schief läuft.

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Posted by:Kleine Hundeschnauzen

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