Die meisten Welpen ziehen im Alter von 8-10 Wochen zu ihren neuen Familien. Dass unsere Wohnung von dem Hund nicht als Toilette benutzt werden soll, ist für uns eine Selbstverständlichkeit, der Welpe muss dieses jedoch erst einmal erlernen. In der Regel sind Hunde frühestens ca. ab dem 4. Lebensmonat dazu in der Lage, ihre Blase und den Darm zu kontrollieren. Natürlich gibt es auch Hunde, bei den früher schon keine Pfütze mehr in die Wohnung geht, aber das ist eher eine Ausnahme oder liegt am guten Management der Menschen, die ihren Hund in seinem Verhalten sehr gut lesen können, und eben immer rechtzeitig nach draußen bringen. Keine Sorge, wer sich jetzt nicht dazu zählen kann, meine Kessie war auch erst mit einem halben Jahr wirklich stubenrein.

Die goldenen Grundregeln zur Stubenreinheit

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Je öfter Euer Welpe draußen sein Geschäft erledigt, und dafür eine positive Bestätigung bekommt, desto schneller erlernt Euer Hund die Stubenreinheit. Hierzu könnt Ihr ein paar Grundregeln beachten, wann Ihr den Welpen nach draußen bringt, um möglichst jedes Malheur im Haus zu vermeiden.
  • Nach jedem Schlafen
  • Nach dem Spielen
  • Nach dem Fressen
  • Wenn Euer Hund aufgeregt ist
  • Euer Hund läuft mit der Nase suchend am Boden
  • Euer Hund sucht eine Stelle auf, an der er sich schon öfters im Haus gelöst hat
  • Ihr seht, dass Euer Hund sich gerade lösen möchte
  • Euer Hund steht an der Tür, um nach draußen zu gelangen

Wenn der Hund sein Geschäft draußen erledigt hat, kann man ihn mit Leckerchen oder einfach mit ein paar freundlich klingenden Worten loben. So können wir den jungen Hunden vermitteln, dass es positiv für sie ist, wenn sie ihr Geschäft draußen verrichten. Mit den Leckerchen müsst Ihr nur aufpassen bei sehr futtermotivierten Hunden. Diese können aus reiner Vorfreude auf das Leckerchen schnell mal vergessen, warum Ihr eigentlich mit ihnen auf der Wiese steht. Hier bietet sich dann eher ein Lob mit der Stimme an. Das Streicheln zur Belohnung mögen sehr viele Hunde draußen nicht, auch wenn sie es im Haus total lieben gestreichelt zu werden. Möchtet Ihr Euren Hund draußen zur Belohnung streicheln, dann achtet darauf, ob Euer Hund das auch wirklich als etwas Positives empfindet.

Damit Ihr Euch nachts nicht extra den Wecker stellen müsst, damit Euer Welpe auch hier sein Geschäft nicht in der Wohnung verrichtet, lasst ihn einfach neben Eurem Bett in einer Hundebox schlafen. Die meisten Welpen scheuen sich davor, ihren eigenen Schlafplatz zu beschmutzen, und machen durch ein winseln oder bellen auf sich aufmerksam, wenn sie sich lösen müssen. Gerade die Stubenreinheit in der Nacht hat bei meiner Kessie am längsten gedauert, und ich habe erst als sie 9 Monate alt war, die Box in der Nacht offen gelassen.

Wieso manche Welpen draußen ihr Geschäft nicht verrichten?

IMG_4002-1.jpgWie groß kann die Verzweiflung werden, wenn der Welpe regelmäßig nach draußen gebracht wird, aber er dort einfach sein Geschäft nicht verrichtet, und lieber den Teppich in der Wohnung dafür benutzt. Oft liegt es daran, dass der Welpe draußen zu viele neue Eindrücke erlebt, dass er einfach gar keinen Gedanken daran verschwenden kann, mal seine Blase zu entleeren, und der junge Hund muss erst einmal richtig in seinem neuen zu Hause ankommen. Deshalb ist es hilfreich, den Welpen an einen ruhigen Ort zu bringen, und nicht gerade auf ein Stück Wiese, wo die Kinder Fußball spielen, oder der Nachbarshund am Zaun steht und bellt. Auch wir Hundebesitzer müssen dem Welpen in dem Moment einfach die Ruhe gönnen, und nicht über ihm stehen und mit Argusaugen auf das kleine Häufchen warten. Und manchmal ist es eben so, dass der Welpe mit seinem Kopf einfach woanders ist, und dann eine Pfütze kurz nach dem Gartenbesuch auf dem Teppich landet. Das machen die Hunde aber nicht aus Trotz oder um ihren Menschen zu ärgern, sondern einfach weil sie es noch verinnerlichen und lernen müssen mit der Stubenreinheit.

Warum Ihr niemals den Welpen für ein Malheur schimpfen solltet?

IMG_3726-1.jpgHat Euer Hund eine Pfütze in der Wohnung hinterlassen, oder Ihr seht sogar gerade noch, wie sich der Welpe löst, dann bringt es überhaupt nichts, wenn Ihr Euren Hund dafür schimpft. Egal was Ihr sagt, dieses sind für Euren Hund eh ein paar nichtssagenden Worte. Aber Euer Welpe spürt Eure Verärgerung, und das kann sich auf die Stubenreinheit sogar negativ auswirken. Ich bin grundsätzlich nicht dagegen, einem Hund auch aufzuzeigen, was falsch ist, aber dann denke ich, muss man dem Hund auch zeigen, was in der Situation richtig ist, also ein Alternativverhalten anbieten. Bei der Stubenreinheit ist das jedoch schwer möglich, weil würde ich den Hund nach dem Schimpfen nach draußen bringen ist die Blase schon leer, und wie soll der Hund jetzt verstehen, was eigentlich richtig ist? Den Hund loben, dass er jetzt auf der Wiese steht, das macht keinen Sinn.

Schimpfe ich den Hund, wird dieser durch meine Verärgerung viel mehr lernen, dass er in Zukunft sich nicht mehr lösen wird, wenn ich in seiner Nähe bin. Dieses hat zur Folge, dass ich zum Beispiel nicht mehr sehe, wenn der Welpe mit der Nase suchend auf dem Boden läuft, um sich zu lösen, und somit kann ich in solchen Momenten nicht mehr eingreifen, um den Hund nach draußen zu bringen. Auch wird der Hund eher weniger auf die Idee kommen mir anzuzeigen, dass er mal nach draußen möchte, und damit beginnt ein Teufelskreis.

Der Trick, dass der Hund sich auf Kommando löst

Bei meiner Kessie habe ich jedes mal, wenn sie gerade am Urinieren war, leise „mach mal Pipi“ gesagt. Sie hat die Worte irgendwann mit dem Urinieren verknüpft, und so hat Kessie gelernt, sich auf Kommando lösen. Das ist schon praktisch, weil es auch mal schnell gehen muss.

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Posted by:Kleine Hundeschnauzen

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