Natürlich lässt es sich darüber streiten, inwieweit man bei einem Hund eine reine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen sollte. Da ich nun schon die ein oder andere Erkrankung mit Grisu und Kessie durchlebt habe, bin ich in dem Punkt auf jeden Fall vorsichtiger geworden, und deshalb war Grisu im Oktober wieder einmal zum jährlichen Gesundheitscheck beim Tierarzt.563427_M.jpg

Neben der normalen Routineuntersuchung, wie Herz und Lunge abhören, Begutachtung der Schleimhäute, Abtasten der Prostata und so weiter, lasse ich mindestens zweimal im Jahr beim Grisu das Blut untersuchen. Besonders wichtig sind mir hier die Werte von Leber, Bauchspeicheldrüse und den Nieren. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass eine Erkrankung der Organe nicht immer frühzeitig auffällt, aber der Hund schon unter den schlechten Blutwerten zu leiden hat. Eine häufige Erkrankung bei alten Hunden zum Beispiel ist die chronische Nierenschwäche. Frühzeitig erkannt kann man das Fortschreiten der Nierenschwäche im besten Fall eindämmen, aber auch den Hund durch ein angepasstes Futter unterstützen, und Symptome wie Appetitlosigkeit oder Übelkeit können reduziert werden. Also dahin gehend finde ich, dass eine Blutuntersuchung zwar auch unangenehm für den Hund ist, aber im Fall einer frühzeitig erkannten Erkrankung ist es eindeutig das kleinere Übel.

Einmal im Jahr wird bei Grisu zusätzlich noch eine Ultraschalluntersuchung von den Organen und dem Bauchraum durchgeführt. Mir geht es hierbei im Besonderem darum, Tumore frühzeitig zu erkennen. Gerade Milztumore sind die mit am häufigsten auftretenden Tumore beim alten Hund und führen nicht selten zum schnellen Tod des Tieres. Oft unerkannt kommt es zu einer Metastasenbildung in den anderen Organen, oder die Milz bzw. der Tumor (auch der gutartige Tumor) platzt, und der Hund verblutet innerlich mehr oder weniger schnell. Die Dunkelziffer der Hunde, die an Milztumoren unerkannt sterben, soll recht hoch sein, eben weil die Erkrankung oft nicht rechtzeitig erkannt wird, und erst spät unspezifische Symptome auftreten. Frühzeitig diagnostiziert kann bestenfalls durch eine Operation dem Hund ein weiteres unbeschwertes Leben geschenkt werden. Natürlich kann man auch Pech haben, und es kommt zwischen dem jährlichen Check-Up zu einer rasanten Tumorbildung, die zum Versterben des Hundes führt, aber genauso kann die Ultraschalluntersuchung dem Hund das Leben retten.IMG_7006.jpg

Klar ist für Grisu die Untersuchung nichts, worauf er sich freut, und er würde viele Dinge dem Tierarztbesuch vorziehen. Aber  durch eine frühzeitig behandelte Erkrankung kann eine langwierige Krankheit und die damit notwendigen Behandlungen vermieden werden. Deshalb gibt es auch für Kessie ca. ab dem 8. Lebensjahr den jährlichen Gesundheitscheck, damit es möglichst keine bösen Überraschungen für uns gibt.

 

 

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Posted by:Kleine Hundeschnauzen

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