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Eine tolle Beschäftigung für Regentage ist der Pfotenpfad. Dabei sucht ihr euch verschiedene Gegenstände zusammen, über die euer Hund laufen soll. Lasst ihn erst einmal über die einzelnen Gegenstände laufen, damit euer Hund sie kennenlernen kann, später könnt ihr die Gegenstände zu einem richtigen Pfotenpfad aneinanderreihen.

Ich gebe euch ein paar Beispiele dafür.

  • Kissen
  • flache Körbe die fest am Boden aufliegen
  • Plastiktüte locker gefüllt mit zerknüllten Papier
  • locker aufgerollter Teppich
  • zusammen gefaltete Decke bzw. Handtücher
  • zusammen gefaltete Plane
  • zusammen gefalteter Karton

Ihr könnt euer Fantasie freien Lauf lassen. Schaut euch zu Hause um und entwickelt eigene Ideen.

Jetzt kommt es ganz auf euren Hund an. Es gibt Hunde, denen könnt ihr alle Gegenstände direkt in eine Reihe legen, und die Hunde lassen sich darüber führen, als würden sie nie etwas anderes machen.

Aber nicht jeder Hund ist so selbstsicher, oder besitzt die nötige Koordination dafür. Gerade Welpen, Junghunde und alte Hunde haben mit dem Gleichgewicht Schwierigkeiten. Mit dieser Aufgabe können junge und alte Hunde an ihrer Koordination üben, nur müsst ihr bei ihnen einiges mehr beachten.

Gegenstände, die beim Besteigen in sich zusammensacken, wie zum Beispiel ein locker aufgerollter Teppich, kann für Hunde, die keine ausgeprägte Koordination haben, eine Verletzungsgefahr darstellen. Deshalb führt gerade diese und unsicheren Hunde langsam und mit Ruhe an die einzelnen Gegenstände heran. Wenn die Hunde sicherer werden, könnt ihr zwei Gegenstände nebeneinanderlegen, und nach und nach den Pfad durch weitere Gegenstände erweitern. Gerade bei jungen Hunden, und Hunden, die sich nicht lange konzentrieren können, haltet die Übung kurz und nehmt am Anfang nur wenig Gegenstände gleichzeitig.

Wenn euer Hund unsicher ist, belohnt jeden Schritt in die richtige Richtung. Animiert Euren Hund zusätzlich mit eurer Stimme, den Gegenstand zu besteigen.

Wie bei allen Übungen gilt auch hier die Regel, aufzuhören, wenn es am schönsten ist. So geht ihr und euer Hund mit einem positiven Gefühl aus der Übung heraus, und euer Hund behält eine hohe Motivationslage.

Der Pfotenpfad eignet sich sehr gut, um den Hund körpersprachlich zu führen, also Ihr zeigt Eurem Hund mit Eurer Hand, möglichst bodennah, wo genau er entlanglaufen soll. Hierfür müsst Ihr vielleicht etwas mehr ausprobieren wie Ihr dabei zum Hund steht, oder wie Ihr Eure Hand einsetzen könnt. Zwischendurch bestätigt Ihr Euren Hund mit einem Lächeln, sanften und langsamen streicheln über den Brustkorb oder einem ganz leise und ruhig gesprochenem netten Wort. Hat Euer Hund es erst einmal verstanden, dann ist das eine Aufgabe, die Du mit Deinem Hund bewältigt hast, und nicht eine Aufgabe bei der Dein Hund zum Beispiel nur im Kopf bei einem Leckerchen war, dass Du vielleicht ansonsten zum führen nutzt. 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren der Aufgabe.

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