Frei Schnauze

Zwei…Drei Hunde – Eine gute Idee?

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Julia von MiDoggy hat wieder zu einer Blogparade aufgerufen, und dieses Mal geht es um das Thema “Zweiter Hund – Eine gute Idee?”

Bei mir kam schon einige Monate nach Grisus Einzug, der Wunsch nach einem zweiten Hund auf, weil Grisu mich einfach nicht “ausgelastet” hat. Er ist ja eher ein gemütlicher Hund, der zwar auch für viele Aktivitäten zu haben ist, aber genauso liebt er es einfach nur auf dem Sofa zu liegen, und so zog schon sieben Monate später die Kessie bei uns ein. Vom Bauchgefühl her fand ich als Zweithund für den Grisu eine Hündin besser, weil er, auch wenn kastriert, doch ein ganzer Rüde ist, der lieber die weibliche Gesellschaft genießt, und ich habe mir einen aktiven Hund gewünscht. So passt Kessie mit ihrem weiblichen Charme und ihrem Terrierwesen wunderbar in unsere Familie, und ich habe die Entscheidung für einen zweiten Hund noch keine Sekunde bereut.

Darf es noch einer mehr sein

Mittlerweile sind schon fast 6 Jahre vergangen, und letztes Jahr habe ich zusammen mit meinem Mann sogar nach einem dritten Hund Ausschau gehalten, aber dann kam alles doch ganz anders. Mein Vater hat sich mit dem Beginn seiner Rentenzeit den Wunsch nach einem eigenen Hund erfüllt, und dafür hat er von uns allzeit unsere Unterstützung. So hat die Ronja immer einen festen Platz in unserer Familie, wenn mein Vater mal mit dem Verein eine Reise unternimmt, oder mal ins Krankenhaus muss. Sollte es passieren, dass er aus irgendwelchen Gründen die Ronja gar nicht mehr halten kann, so kommt sie für immer zu uns. Es ist irgendwie die Absicherung, wenn “ältere” Menschen sich einen jungen Hund zulegen, obwohl es jedem Hundehalter passieren kann, dass er nicht mehr in der Lage ist, aus gesundheitlichen Gründen den eigenen Hund zu versorgen. Und weil wir mit der Ronja einen Patenhund haben, für die bei uns immer ein freies Körbchen bereit steht, wird bei uns erst einmal kein dritter Hund einziehen, und das ist auch gut so.

Drei sind einer zu viel…

Im letzten Herbst war die Ronja für drei Wochen bei uns zu Besuch, und ich bin einfach nicht der Typ Mensch, der sagt, “zwei, drei oder vier Hunde, das macht doch keinen Unterschied.” Jeder Hund bringt einfach auch ein bisschen Mehraufwand mit sich, und ich habe in dieser Zeit begriffen, dass drei Hunde einfach einer zu viel ist. Mein Glück war sogar noch, dass Ronja sich wunderbar in unsere Familie einfügt, sie einen guten Grundgehorsam hat, und daher einfach in unserem Alltag mit uns mitlief. Aber trotzdem habe ich die Zeit, als ich mit Grisu und Kessie wieder alleine unterwegs war, erst einmal wieder sehr genossen. Trotz dieser Erfahrung würden wir die Ronja weiterhin jederzeit bei uns aufnehmen, uns an die Situation gewöhnen, und lernen damit zu leben, wenn es denn mal so kommen sollte.

2 Comments

  • Ich finde es klasse, wie Du Deine ehrliche Erfahrung aufgeschrieben hast – und ich kann Dich gut verstehen. Bei uns leben ja schon sehr lange immer zwei Hunde. Im letzten Jahr haben wir dann beschlossen noch einen dritten Hund mit aufzunehmen. Leider kam dann alles anders als gedacht und so zog der Zwerg zwar ein, aber Damon hat uns vorher verlassen.
    Im Rückblick (und auch nach Deinem Bericht) sollte es vielleicht so sein – denn auch wenn wir viel Zeit, Platz und Liebe zu vergeben haben … bei drei sehr unterschiedlichen Hunden ist das sicher nicht immer einfach.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    • Liebe Isabella,

      herzlichen Dank für Deine netten Worte. Vielleicht sollte es wirklich bei dir so sein. Aber der Moment einen Hund zu verlieren ist auch nochmal eine Situation, die ich mir noch ganz weit weg wünsche.

      Hab eine schöne Zeit mit deinem kleinen Rudelchen.

      Herzliche Grüße Kerstin mit Grisu und Kessie

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